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Japan Beispiel für erfolgreichen Schutz vor unkontrollierter Verbreitung von Corona?

Deutschland und Japan sind vom Corona Virus betroffen, in beiden Ländern werden Vorkehrungen zum Schutz getroffen und es wird intensive nach Mitteln zur Eindämmung der Ausbreitung gesucht.

Die Entwicklung der Verbreitung des Virus unterscheidet Deutschland und Japan aber zunehmend voneinander. Das Wachstum in Japan scheint unter Kontrolle zu sein. Anders dagegen in Deutschland, wo erst sehr viel später als in Japan die ersten Fälle auftraten, liegt die Zahl der angesteckten Bürger mittlerweile fast 30 mal so hoch wie in Japan. Pro einer Millionen Einwohner sind in Deutschland (Stand 25.März 2020) 439 Personen infiziert, in Japan zum gleichen Zeitpunkt 9.7 Personen. Mit seiner extrem hohen Bevölkerungsdichte (Japan 340 Menschen pro km2, Großraum Tokyo mit 38 Millionen Einwohnern: 2740 Menschen pro km2, zum Vergleich Deutschland 230 pro km2) wäre Japan eigentliche prädestiniert für eine rasche Verbreitung des Virus.

Die Tatsache, dass Japan eine Wachstumskurve für Virusinfektionen aufweist, die wesentlich flacher ist, als die von Deutschland, wird wohl im Wesentlichen ihre Ursache darin haben, dass Japan sehr früh beschlossen hat, soziale Aktivitäten zu verlangsamen, beginnend mit der Entscheidung vom 29. Februar, alle Schulen zu schießen. Zu diesem Zeitpunkt gab es 206 bestätigte Fälle von Corona Virus Infektionen. In Deutschland wurde am 13. März nach 3.062 bestätigte Fällen derselbe Entscheidung gefällt.

Die folgenden drei Diagramme zeigen:

– Die tatsächliche Entwicklung bestätigter Fälle von Corona-Virusinfektionen
– Die tatsächliche Entwicklung in Personen pro 1 Millionen Einwohner
– Die Entwicklung im Vergleich zwischen Deutschland und Japan unter der Annahme, dass nach vollständiger Sensibilisierung für die Gefahr jede infizierte Person 1,5 Menschen ansteckt, Japan beginnend in Zyklus 1 mit 206 bestätigten Fällen und Deutschland in Zyklus 2 mit 3.062 bestätigten Fällen

Das durchweg andere Hygieneverhalten und die hohe Aufmerksamkeit gegenüber der Gefahr, verbunden mit diszipliniertem Einhalten der ergangenen Vorschriften schränken ganz offensichtlich das Virus in seiner Verbreitung in Japan ein. Hinzu kommt wohl auch die Form der gegenseitigen Begrüßung ohne physischen Kontakt. Auch das Abstellen der Schuhe an der Eingangstür trägt zur Reinlichkeit bzw. Keimfreiheit in den Wohnungen bei. Möglicherweise ist die extreme Nähe im Zusammenleben schon immer der Grund für ein sehr hohes ständiges Hygienebewusstsein. Dieses Bewusstsein begründet, warum die Entwicklungen in Japan flacher ist, als in der dritten Tabelle dargestellt, bei der angenommen wurde, dass nach beschlossener Schließung der Schulen und Zurückfahren des öffentlichen Lebens für Deutschland und Japan die gleiche Infektionsrate von 1,5 gilt.

(Anbei eine Graphik Japan Deutschland im Vergleich, Quellen: Japan Ministry for Heath Labour and Welfare; Germany Bundesministerium für Gesundheit, Robert Koch Institut)

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