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Erdbeben der Stärke 9.0 erschüttert Japan

Ein Erdbeben von der Stärke 9.0 auf der internationalen Messskale hat den Nordosten Japans am 11. März erschüttert. Das Erdbeben, dessen Zentrum in Tohoku-Sanriku lag, war das stärkste Erdbeben, dass jemals in Japan gemessen wurde.

Wir wollen hier die Einschätzung der Folgen dieses Bebens durch professionelle Spezialisten kommunizieren und uns dabei auf drei Themenbereiche konzentrieren:

-Das Risiko einer radioaktiven Verstrahlung durch das AKW in Fukuoka

-Die Auswirkungen auf die japanische Wirtschaft

-Schäden an Gebäuden institutioneller Qualität

Das Risiko einer radioaktiven Verstrahlung durch das AKW in Fukuoka

In der britische Botschaft fand ein Treffen von Atomexperten aus Grossbrittannien statt. Sprecher dieser Expertengruppe war Sir. John Beddington, Chief Scientific Adviser der britischen Regierung. Die durch das AKW in Fukuoka bedingte Situation wurde wie folgt eingeschätzt:

Im Falle eines möglichen ‚worst case scenario‘ (definiert als der Fall eines Abschmelzens eines Reaktors und einer anschliessenden radioaktiven Explosion) ist die Einrichtung einer Evakuierungszone von 30 Meilen (50 km) maximal notwendig um eine Gesundheitsgefährdung von Menschen zu verhindern. Selbst in einem schlimmeren Falle (dem Verlust von zwei oder mehr Reaktoren) ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden signifikant größer ist als bei dem Verlust eines einzelnen Reaktors, gering.

Die Situation in Fukushima ist sehr verschieden von Chernobyl, wo der Reaktor schmolz und die Schutzkammer explodierte und wochenlang unkontrolliert brannte. Die Verheimlichung der Situation des AKW in Chernobyl steht im Kontrast zu der öffentlichen Kommunikation der Situation um Fukushima.

Bloomberg News zitiert am March 17: Radioactive Risk to Tokyo Limited Even at Worst, U.K. Says

The risks to human health from damage at Tokyo Electric Power Co.’s Fukushima Dai-Ichi atomic plant are limited to the area around the facility, according to the U.K.’s Chief Scientific Officer John Beddington. “The 20 kilometer exclusion zone that the Japanese have actually imposed is sensible and proportionate,” Beddington said, according to a transcript of a conference call yesterday. The worst case scenario would result in an explosion that could send radioactive material about 1,600 feet in the air, he said.

Workers at the Fukushima facility, damaged after the March 11 earthquake, are struggling to keep the plant’s reactors cool and to control pressure inside the containment vessels. If they fail to do so, pressure would build up inside the reactors and cause the core to melt, Beddington said. As it melts, the material will fall and react with the concrete and other materials on the floor, he said on a call with the British Embassy in Tokyo.
“In this reasonable worst case you get an explosion,” he said. “Now, that’s really serious, but it’s serious again for the local area. It’s not serious for elsewhere.”

Assuming that weather patterns drive radioactive material toward Tokyo, there would be “absolutely no issue” for human health, he said. Even following the disaster at Chernobyl, there were no radiation-related problems outside the 30 kilometer (18.6 mile) exclusion zone, the scientist said.

Die Auswirkungen auf die Japanische Wirtschaft

Im folgenden lassen Sie eine Reihe von Zitaten aus einer Ad-hoc Einschätzung von Nomura Securities zu den Folgen des Erdbebens auf die Wirtschaft Japans:

Die Wirtschaftsleistung in der von dem Erdbeben betroffenen Region ist in etwa die gleiche wie die der Region, die durch das Great Hanshin (Kobe) Erdbeben 1995 betroffen war. Weil aber das Tohoku Pacific (Sendai) Erdbeben das Strassennetzwerk, Kraftwerke und andere Infrastruktur in einem weiten Umfeld zerstört hat, erwarten wir einen stärkeren kurzfristigen Einfluss als bei dem Kobe Erdbeben. Die Region, die von den Sendai Erdbeben getroffen ist beheimatet eine grosse Anzahl von IT Firmen. Wegen des Erdbebens und der anschliessenden Tsunami wird die japanische Wirtschaft voraussichtlich länger benötigen, aus der derzeitigen Stagnation herauszukommen als ursprünglich angenommen. Wir hatten ein Ende der Stagnation für das 2. Quartal vorausgesagt aber wir erwarten diese Erholung nun im 3. oder möglicherweise 4. Quartal.

Wir glauben, dass das Erdbeben die Wahrscheinlichkeit weiterer monetärer Erleichterungen durch die Bank of Japan erhöht. Wir erwarten die Implementierung dieser Erleichterungen im Zusammenhang mit neuen Stimmulierungsmassnahmen durch die Regierung.

Stimmulierungsmassnahmen durch die Regierung: Die Regierung hat im Falle des Kobe Erdbebens ein Zusatzbudget zum Wiederaufbau in Höhe von JPY 3 Billionen bekannt gegeben. Wir erwarten, dass die Mittel, die für Sendai bereitgestellt werden, diese Summe übersteigen werden.

Ausgehend von den Erfahrunen aus dem Kobe Erdbeben denken wir, dass die Annahme eines völligen Einbruchs der japanischen Wirtschaft als überzogen pessimistisch zu betrachten ist.

Zitatende

Japan hat schon immer in Zeiten vernichtender Natur- und anderer Katastophe seine größte Stärke bewiesen. Nach den Erdbeben in Kobe im Januar 1995 ist die Wirtschaft für zwei Monate geschrumpft bevor bereits im dritten Monat desselben Quartals eine dynamische Erholung startete. Die gemeinsame Trotzenergie, die in solchen Situationen in Japan freigesetzt wird ist ein wesentlicher Grund für diese Leistungen.

Schäden an Gebäuden institutioneller Qualität

Nikkei Real Estate hat eine gleichzeitige Mitteilung der J-REITs zu den Schäden durch das Erdbeben für den 14. März organisiert. Bei Geschäftsschluss am 14. März hatten alle J-REITs ihre Meldungen abgeschlossen. Im Ergebnis hat keiner der J-REITs einen signifikanten materiellen Schaden an einem der Gebäude gemeldet. Drei Geschäftsgebäude von Mitsubishi UBS REIT mussten vorübergehend den Betrieb einstellen, drei Logistikgebäude von Mitsui Trading Company REIT werden noch weiter untersucht.

16 J-REITS besitzen 42 Gebäudeobjekte in Sendai, insgesamt besitzen 17 J-REITS 47 Objekte in der gesamten Tohoku Region. 12 dieser 17 J-REITS haben mitgeteilt, dass sie an ihren Gebäuden keine Schäden haben, die die Betriebsfähigkeit und Sicherheit der Gebäude einschränkt. Die anderen 5 J-REITs haben die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen.

In diesem Zusammenhang:
Moody’s Japan hat am 15. März mitgeteilt, dass die negative Folgen aus dem Erdbeben, die die von der Firma gerateten J-REITs, Immobilienfirmen und CMBS limitiert sind, weil der Besitz von Gebäuden in der betroffenen Region gering ist. Moody’s bewertet 18 REITs und das Gewicht von Immobilienobjekten in der Erdbebenregion beträgt 0.8% des Immobilienportfolios auf Ankaufpreisbasis. Die Firma bewertet 79 CMBSs bei denen der Anteil von besicherten Gebäuden aus der Region des Erdbebens 0.7% des Gesamtbesicherungspools ausmacht. Ausserdem bewertet die Firma die Kreditwürdigkeit von Mitsui Fudosan, Mitsubishi Jisho, Sumitomo Fudosan, und anderen, die alle nur sehr beschränkte Immobilienengagement in der Erdbebenregion haben.

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