Tokio, 9. März, 2021

Disziplin und Solidarität Bausteine im Krisenmanagement

Vor genau 10 Jahren wurde Japan von einem der schwersten Erdbeben heimgesucht. Heute, in der Pandemie, die die Welt seit einem Jahr bedroht, bestätigt sich erneut die Kraft Japans, sich im Umgang mit Krisen auf seine Kernstärken Disziplin und Solidarität stützen zu können.

Trotz Angst und Sorge um die vom Erdbeben Betroffenen in Tohoku beherrschten Ordnung und Ruhe das Straßenbild. Wer Hilfe brauchte, dem wurde geholfen. Der Strom in Tokyo war überwiegend ausgefallen und damit auch die Versorgung durch Restaurant oder Geschäfte, gleichwohl hielten diese Ihre Türen offen um den vorbeiziehenden den Besuch der Toiletteneinrichtungen zu ermöglichen und mit Getränken zu versorgen.

Das zerstörte Kraftwerk in Fukushima, das durch den Ausfall der Stromversorgung komplett isoliert wahrgenommen wurde, war tatsächlich nie verlassen worden. Eine zunächst kleine Gruppe von Mitarbeitern wurde bald unterstützt von weiteren Hundertschaften Freiwilliger der Feuerwehren und Mitarbeitern der Elektrokonzerne. Nach 10 Tagen war es gelungen das Kraftwerk wieder an die Stromversorgung anzuschließen.

Als Anfang 2020 die Nachrichten über ein neues Virus, das sich in China verbreiten würde, ausbrachen, stellten sich die Menschen unmittelbar und geschlossen um. Japan musste keinen Lock down verordnen, die Aufforderung an Unternehmen, die Büroanwesenheit durch Förderung von Home Office Arbeit zu erhöhen und die Anordnung verkürzter Öffnungszeiten von Restaurant und Bars reichten aus, um im Frühjahr 2020 und erneut auch jetzt wieder die dritte Wellen der Infektionen zurückzudrängen. Das Tragen von Masken zum Schutz anderer gilt als selbstverständliche Lebenspflicht eines jeden.

Zum Artikel des Kaiho (Mitgliederzeitschrift des DJG Bayern e.V.) 2/2021

Disziplin und Solidarität Bausteine im Krisenmanagement

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